Krankheitsbild & Betreuung

24-Stunden-Betreuung bei psychischen Erkrankungen

Struktur, Sicherheit und Unterstützung im Alltag zu Hause.

Psychische Erkrankungen können sich sehr unterschiedlich zeigen – etwa durch depressive Phasen, Ängste, Rückzug, Unruhe oder Veränderungen im Alltag. Eine passende 24-Stunden-Betreuung kann bei Tagesstruktur, Mahlzeiten, Körperpflege, Orientierung und Alltagsorganisation unterstützen und Angehörige entlasten.

Rechtlich handelt es sich in Österreich um Personenbetreuung. Psychiatrische, psychotherapeutische, ärztliche und pflegerische Fachversorgung wird dadurch nicht ersetzt.

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Älterer Mensch wird bei der Alltagsbewältigung bei psychischer Erkrankung von einer Betreuungskraft unterstützt

Wann wird Betreuung bei psychischen Erkrankungen sinnvoll?

Entscheidend ist nicht allein die Diagnose, sondern wie stark Selbstständigkeit, Tagesstruktur und Sicherheit im Alltag beeinträchtigt sind.

Antriebslosigkeit

Wenn alltägliche Aufgaben nicht mehr zuverlässig bewältigt werden.

Rückzug

Wenn die Person kaum mehr am Alltag teilnimmt.

Angst und Unsicherheit

Wenn Alltagssituationen zunehmend vermieden werden.

Tagesstruktur

Wenn Schlaf, Mahlzeiten oder Termine nicht mehr zuverlässig organisiert werden.

Medikamentenzeiten

Wenn ärztlich festgelegte Einnahmezeiten nicht sicher eingehalten werden.

Nachtbedarf

Wenn Unruhe, Angst oder erhöhter Sicherheitsbedarf auch nachts vorhanden sind.

Angehörigenentlastung

Wenn Kinder, Partner, Bruder oder Schwester dauerhaft mehr Unterstützung für Mutter, Vater, Oma oder Opa übernehmen, als langfristig möglich ist.

Was übernimmt eine Betreuungskraft?

Unterstützung auch in der Nacht

Je nach Erkrankung und individueller Situation kann auch nachts Unterstützung notwendig sein – etwa bei Unruhe, Angst, Orientierungsproblemen oder erhöhtem Sicherheitsbedarf. Ob ein erhöhter Nachtbedarf besteht, wird individuell geklärt.

Klare Grenzen der Betreuung

24-Stunden-Betreuung ersetzt keine psychiatrische, psychotherapeutische oder ärztliche Behandlung. Betreuungskräfte stellen keine psychiatrischen Diagnosen und verändern keine fachlich festgelegten Behandlungen.

Betreuungskräfte wählen oder dosieren Medikamente nicht eigenständig. Pflegerische oder medizinische Tätigkeiten erfolgen nur durch entsprechend qualifizierte Fachpersonen beziehungsweise im gesetzlich zulässigen und delegierten Rahmen.

Auch bei Bedarfsmedikation müssen ärztliche Anordnung, Zuständigkeit und rechtlich zulässige Durchführung eindeutig geregelt sein.

Ruhige Kommunikation und klare Tagesstruktur

Eine ruhige, respektvolle Begleitung und vorhersehbare Abläufe können im Alltag Sicherheit und Orientierung geben. Betreuung bedeutet dabei Unterstützung im Alltag – nicht therapeutisches Eingreifen.

Diese Unterstützung ersetzt keine psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung.

Was Betreuung leisten kann – und was Fachpersonen übernehmen

Betreuung

  • Alltag
  • Tagesstruktur
  • Begleitung
  • Beobachtung
  • Organisation
  • Angehörigenentlastung

Fachliche Behandlung

  • Ärztinnen und Ärzte
  • Psychiatrie
  • Psychotherapie
  • DGKP
  • weitere zuständige Fachpersonen

Was bei einer akuten psychischen Krise gilt

Bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung, Suizidgedanken, starker Verwirrtheit oder anderen akuten psychiatrischen Krisensituationen muss unverzüglich professionelle medizinische Hilfe organisiert werden.

Betreuungskräfte können Veränderungen beobachten, Angehörige oder zuständige Fachpersonen informieren und bei der Organisation von Hilfe unterstützen. Krisenintervention ist keine Aufgabe einer Betreuungskraft.

Bei akuter Gefahr muss sofort professionelle medizinische Hilfe organisiert werden.

DGKP-Qualitätssicherung bei psychischen Erkrankungen

Wenn zusätzlich pflegerische Tätigkeiten erforderlich sind, kann eine diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegeperson (DGKP) die Pflegesituation fachlich beurteilen und geeignete Tätigkeiten selbst übernehmen oder unter den gesetzlichen Voraussetzungen delegieren.

Welches Betreuungsmodell passt?

Eine psychische Erkrankung bedeutet nicht automatisch einen besonders hohen Betreuungsbedarf. Entscheidend ist die tatsächliche Alltagssituation.

24-Stunden-Betreuung mit DGKP-Qualitätssicherung

Bei regelmäßigem Betreuungsbedarf und zusätzlichen pflegerischen Anforderungen.

Anspruchsvolle Betreuung

Wenn zusätzlich ausgeprägte Unruhe, Abwehr, herausfordernde Verhaltensweisen oder besonders belastende Betreuungssituationen auftreten.

Intensive Betreuung

Bei sehr hohem körperlichem oder pflegerischem Unterstützungsbedarf zusätzlich zur psychischen Erkrankung.

Für zwei Personen

Betreuung bei psychischen Erkrankungen für Ehepaare oder beide Eltern

Auch wenn Mutter und Vater, Oma und Opa oder ein Ehepaar gemeinsam Unterstützung benötigen und eine Person psychisch erkrankt ist, kann eine Doppelbetreuung zu Hause geprüft werden.

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Kosten der Betreuung bei psychischen Erkrankungen

Die Kosten richten sich nach dem tatsächlichen Unterstützungs- und Pflegebedarf – nicht allein nach der Diagnose. Die Preise sind Richtpreise pro Monat.

ModellRichtpreis
24-Stunden-Betreuung mit DGKP-Qualitätssicherungab € 2.950 / Monat
Anspruchsvolle Betreuungab € 3.680 / Monat
Intensive Betreuungab € 3.980 / Monat

Nachtbedarf, pflegerische Anforderungen, Betreuungsintensität, Turnus und Wohnsituation können die tatsächlichen Kosten beeinflussen.

Pflegegeld und Förderungen können die finanzielle Belastung reduzieren.

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Klare Kommunikation bei sensiblen Betreuungssituationen

Die Agenturinhaberin unterstützt Familien und Betreuungskräfte muttersprachlich bei Anforderungen, Rückmeldungen und schwierigen Abstimmungen.

So organisieren wir Betreuung bei psychischen Erkrankungen

1. Situation besprechen

Welche Unterstützung benötigt Ihre Mutter, Ihr Vater oder Angehöriger aktuell zu Hause?

2. Bedarf einschätzen

Tagesstruktur, Orientierung, Nachtbedarf, körperliche Einschränkungen und pflegerische Anforderungen klären.

3. Betreuungskraft auswählen

Sorgfältige Auswahl nach Erfahrung, Persönlichkeit und Passung zur Betreuungssituation.

4. Start organisieren

Begleiteter Start mit direktem Ansprechpartner. Start meist in 2 bis 5 Tagen – in manchen Fällen auch schneller.

Regionen

24-Stunden-Betreuung bei psychischen Erkrankungen in Wien, Niederösterreich, Graz und weiteren Regionen

Wir organisieren Betreuung bei psychischen Erkrankungen in Wien, Niederösterreich, Graz, der Steiermark und weiteren Regionen Österreichs.

Wien · Mödling · Baden · Schwechat · Klosterneuburg · Graz · weitere Regionen in der Steiermark · weitere Regionen Österreichs

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Mehr über psychische Erkrankungen im Alltag erfahren

Praktische Informationen zu Tagesstruktur, Kommunikation, Angehörigenentlastung und fachlicher Unterstützung finden Sie in unserem Ratgeber für Angehörige.

Ratgeber lesen

Häufige Fragen zur Betreuung bei psychischen Erkrankungen

Wann ist 24-Stunden-Betreuung bei psychischen Erkrankungen sinnvoll?

Wenn die Person im Alltag Unterstützung bei Tagesstruktur, Körperpflege, Mahlzeiten, Orientierung oder Angehörigenentlastung benötigt und mit Familie oder Freunden allein nicht mehr zurechtkommt.

Kann eine Betreuungskraft bei Depression im Alter unterstützen?

Ja. Eine Betreuungskraft kann bei Tagesstruktur, Motivation, Begleitung, Körperpflege und sozialen Aktivitäten helfen. Psychotherapie oder ärztliche Behandlung werden dadurch nicht ersetzt.

Darf eine Betreuungskraft Medikamente verändern?

Nein. Betreuungskräfte erinnern an ärztlich festgelegte Medikamentenzeiten im rechtlich zulässigen Rahmen. Sie wählen oder dosieren Medikamente nicht eigenständig. Das ist Aufgabe von Ärztinnen und Ärzten oder diplomierten Fachpersonen.

Was passiert bei einer akuten psychischen Krise?

Betreuungskräfte beobachten und melden Veränderungen an Angehörige oder Fachpersonen. Bei Selbst- oder Fremdgefährdung wird unverzüglich professionelle medizinische Hilfe organisiert. Krisenintervention ist keine Aufgabe einer Betreuungskraft.

Wann ist Anspruchsvolle Betreuung bei psychischen Erkrankungen sinnvoll?

Wenn zusätzlich ausgeprägte Unruhe, Abwehr, herausfordernde Verhaltensweisen oder besonders belastende Betreuungssituationen auftreten, die besondere Erfahrung erfordern.

Was kostet Betreuung bei psychischen Erkrankungen?

Die Kosten richten sich nach dem tatsächlichen Bedarf – etwa Tagesstruktur, Nachtbedarf, pflegerische Anforderungen und Betreuungsintensität. Ein Gespräch mit uns gibt Klarheit.

Kann 24-Stunden-Betreuung eine psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung ersetzen?

Nein. Betreuung ersetzt keine ärztliche, psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung. Beide können sich ergänzen.

Welche Förderung ist bei Betreuung wegen psychischer Erkrankung möglich?

Je nach Pflegegeld, Einkommen und Bundesland können Förderungen die Kosten reduzieren. Wir unterstützen Sie bei der Klärung.

Wie organisiere ich 24-Stunden-Betreuung für meine Mutter, meinen Vater oder andere Angehörige mit einer psychischen Erkrankung?

Kontaktieren Sie uns. Wir klären persönlich, welcher Unterstützungsbedarf besteht, welches Betreuungsmodell passt, und wie lange der Start dauert.

Ist auch eine Doppelbetreuung für Mutter und Vater oder Oma und Opa möglich, wenn eine Person psychisch erkrankt ist?

Ja. Wenn beide Personen Unterstützung benötigen, prüfen wir individuell, ob eine gemeinsame Betreuungslösung zu Hause möglich und sinnvoll ist.

Braucht Ihre Mutter, Ihr Vater, Ihre Oma, Ihr Opa oder ein anderer Angehöriger mit psychischer Erkrankung mehr Unterstützung zu Hause?

Wir klären persönlich, welcher Unterstützungsbedarf besteht und welches Betreuungsmodell zur tatsächlichen Situation passt.

E-Mail an office@24h-pflege-hilfe.at

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Oder direkt anrufen:

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Ihre Anfrage wird vertraulich behandelt. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.